1. Bausaison: Entladung der Naja Arctica abgeschlossen – Hoher Besuch an der Baustelle Neumayer III

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Es ist endlich geschafft! Die Naja Arctica ist entladen und somit sind sämtliche Bauteile der Neumayer III Station auf dem Schelfeis der Antarktis angekommen. Eine Erleichterung für alle Beteiligten, denn so oft wurden die Löscharbeiten und damit auch der Bauverlauf von Eisgang und schlechtem Wetter behindert. Die letzten Container wurden in dem Zwischenlager direkt am Nord – Anleger abgestellt und dann von der Nachtschicht über die Traverse zur Baustelle gezogen.

Gegen 23:00 Uhr ertönte dann das Horn des dänischen Frachtschiffes Naja Arctica und langsam schob sich das Heck des Schiffes von der Eiskante weg und verschwand wenig später hinter den Eisbergen am Horizont. Für die Mannschaft geht es nun endlich wieder in die Heimat, einen guten Monat länger als gedacht hat Ihr Aufenthalt in der Antarktis gedauert.
Für eine gelungene Überraschung sorgten die Bewohner der alten Neumayer – Station: Immer mit an der Seite der Baumannschaft und mit helfenden Händen an dem Projekt beteiligt, haben sie in den letzten Wochen mitgefiebert.

Für die letzte Transport-Schicht zwischen der Naja Arctica und der Baustelle Neumayer III haben sie sich etwas besonderes ausgedacht: Sie haben die südlichste Curry Wurst Bude der Welt an der Traverse aufgebaut, um der Baumannschaft so eine Freude zumachen und ihre Anerkennung aussprechen. Zugleich soll diese ausgefallene Idee alle mal wieder auf andere Gedanken bringen, denn die Anspannung ist groß und die nächsten Wochen muss noch viel geschafft werden.Derweil geht der Bau der Station in großen Schritten voran.

Das Stahlfachwerk der Garage ist fast fertig gestellt und die Hydraulik Anlage konnte mit einem mobilen Hydraulik Modul getestet und in Betrieb genommen werden. Die endgültige Anlage wird erst in der kommenden Saison eingebaut.
Wenn das Wetter weiter mitspielt, soll in wenigen Tagen begonnen werden, den ersten Boden einzuziehen. Parallel werden an den Deckenträgern der Garage die ersten Kabelbahnen installiert.
Es wird Zeit, denn die Sonne geht inzwischen wieder unter und jeder Tag wird merklich kürzer und kälter. Nachts gehen die Temperaturen leicht auf unter gefühlte -20°C und die Dämmerung macht den Männern der Nachtschicht die Umstellung des Tages-Rhythmus immer schwerer.

Der Winter kommt in großen Schritten näher, die Sonne hat an Kraft verloren und verschwindet mittlerweile schon für fast vier Stunden unter dem Horizont. Dennoch wir haben Glück mit dem Wetter. Bislang wurden wir von starken Stürmen und Schneedrift verschont.

Bis Anfang der kommenden Woche sagen die Meteorologen keine signifikanten Änderungen voraus und somit sollte dem erfolgreichen Fortschritt des Baus nichts im Wege stehe.
Ein weiteres Ereignis an der Baustelle Neumayer III war auch der Besuch zweier Vertreter der beteiligten Firmen J.H.K. und KAEFER aus Bremerhaven. Herr Kramer und Herr Benken wollten sich selbst einen Überblick des Baugeschehens in der Antarktis machen. Von Bremerhaven aus sind die Umstände, die Probleme aber auch der Fortschritt des Baus nur schwer einzuschätzen. Eine Dienstreise der besonderen Art und viele Anstrengungen, um den kurzen aber wichtigen Blick auf die Baustelle am anderen Ende der Welt zu werfen.

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