Wolk auf Island Folge 4

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Nahe des Vulkangebietes Askja

Nahe des Vulkangebietes Askja

8:00 Uhr morgens, es geht früh los und in der kleinen Siedlung Husavik tut sich noch nicht allzu viel. Ein paar wenige Fischer kommen von ihrem morgentlichen Fang zurück, aber ansonten ist es ruhig.

Unser heutiger Weg führt uns ins Landesinnere zu dem Vulkangebiet Askja. Doch erst einmal steht uns eine lange und ungemütliche Autofahrt bevor. Der Weg aus dem Norden nach Askja führt über Schotterstrassen und durch kleinere Flüsse.

Ohne ein 4×4 Fahrzeug wäre die Strecke wahrscheinlich kaum zu bewältigen. Kaum sind wir von der ausgebauten Strasse hinter Myvatn abgebogen bietet uns eine beeindruckende karge Landschaft. Soweit das Auge reicht prägt dunkles Lava Gestein den gesamten Untergrund. Ein kräftiger Wind fegt übers Land und lässt eine sehr ungemütliche Stimmung aufkommen. Es ist ein unwirtlicher Ort. Weiter geht es landeinwärts: Das Lava Gestein bleibt, doch dieses ist eingebettet in hellem Sand. In der letzten Eiszeit war das gesamte Gebiet von einem ein Kilometer dickem Eispanzer bedeckt.
Ein Schild warnt frühzeitig vor der ersten Flussdurchquerung: Wir versuchen unser Glück und fahren viel zu schnell in das fliessende Gewässer. Das Fahrzeug schiebt das Wasser vor sich her und schnell kommen die ersten Wellen über die Motorhaube auf uns zu. Gas weg und es geht langsamer weiter ans andere Ufer. Gut 3 Stunden und zwei Flussdurchquerungen weiter sind wir endlich angekommen. Vor uns liegt ein kurzer Marsch durch eine unwirkliche Landschaft aus schroffem Lava Fels und schwarzen Staub. So stellt man sich den Mond vor und in der Tat hat die NASA in diesem Gebiet Ihr Weltraum Equipment getestet.

Nach kurzem Fussmarsch erstreckt sich vor uns der Kratersee “Viti” vor dem Öskjuvatn, dem tiefsten See Islands. Aus dem “Vit” Kratersee und den Wänden des Kraters steigt Dampf auf und wiederum nehmen wir den stechenden Geruch von Schwefel wahr. Das Wasser des Sees ist gut 20°C warm und wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, ein kurzes Bad zu nehmen.

Husavik im Norden IslandsDann geht es auf den Heimweg und mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir Husavik. Dort angekommen hören wir, dass den Tag über auf dem Wasser nicht allzuviel geschehen ist. Ein Minkwal und eine Herde Delfine waren zu sehen und somit hoffen wir auf die nächsten Tage, um noch einmal einen Buckelwal und vielleicht sogar die vor einigen Tagen gesichtete Herde Entenwale zu sehen.

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