Wolk auf Island Folge 3

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Minkwal in der Bucht vor Husavik

Minkwal in der Bucht vor Husavik

Die kleine Siedlung Husavik zählt zu den Hotspots für Wal Beobachtungen auf Island. Insbesondere in den Sommer Monaten Juni und Juli kommen viele Tiere an die Küste nahe der Siedlung, um sich an dem reichhaltigen Nahrungsangebot ihre Reserven für das Jahr anzufressen.

Zu beobachten sind viele verschiedene Arten der Meeressäuger: Blauwale, Minkwale, Entenwale, Buckelwale, Zwergwale, Schwertwale, Schweinswale und vieles mehr…


Im Hafen von Husavik hat die Firma North Sailing ihren Sitz. Das Familien Unternehmen bietet Wale Watching Touren auf historischen isländischen Holz Schiffen an. Die Touren sind ein wichtiger Bestanteil, um den Menschen die Wale und deren Schutz ins Bewusstsein zu rücken.

Die isländische Regierung hat 2006 den kommerziellen Walfang wieder aufgenommen und den Fang von 200 Tieren erlaubt. Zugleich zählt North Sailing dieses Jahr gut 30000 Besucher, die diese besonderen Meeressäuger in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wollen und damit Whale Watching auch für den Tourismus Bereich immer wichtiger machen. Diese Entwicklung ist sicherlich auch mit verantwortlich dafür, dass die Fangquote für den kommerziellen Walfang im Jahr 2008 auf nur noch 40 Tiere beschränkt wurde. Gejagt werden ausschließlich Minkwale. Eine Art die in den Gewässern häufig gesichtet wird und deren Bestand um Island auf ca. 50.000- 60.000 Tiere geschätzt wird.

Auch wir haben Glück und treffen auf unserer ersten Tour mit dem Zweimaster Haukur einen Minkwal in der Bucht von Husavik. Still und gleichmässig gleitet er in einigem Abstand zu uns durchs Wasser, taucht ab und kommt nach einigen Minuten wieder an die Wasseroberfläche, um zu atmen. Minkwale können bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben, tauchen in der Regel aber nur für 3 – 5 Minuten ab, um in der Tiefe Nahrung aufzunehmen. Gut 20 Minuten können wir das Schauspiel beobachten, bis der Minkwal an Geschwindigkeit zunimmt und wir ihn ziehen lassen.
Einar, unser Kapitän nimmt Kurs auf die Insel Lunday, auf der in den Sommermonaten Scharen von Papageien Tauchern nisten. Gut 60 % der weltweiten Population leben rund um Island. An Land sind sie ausschliesslich zum Ausbrüten ihrer Eier. Die jungen Papageientaucher schlüpfen im Schutz tiefer Erdhölen. Trotz der unglaublchen Vielzahl der Vögel auf der kleinen Felseninsel Lunday ist auch in unmittelbarer Nähe kaum ein Laut zu hören. Papageientaucher kommunizieren nicht durch Akustik sondern Körpersprache.

Mit den letzten Sonnenstrahlen wird auch der Wind schwächer und die letzten Meter in den Hafen legen wir unter Motor zurück. Im Hafen angekommen hören wir von einem anderen Schiff, dass weiter ausserhalb der Bucht ein Buckelwal gesichtet wurde. Hoffen wir, dass er auch die nächsten Tage noch in der Region von Husavik bleibt…

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