Archiv der Kategorie 'Arktis'
Unterricht aus dem Eis: „Schüler können per Videokamera, Satellit und Computer Polarforschern bei der Arbeit zuschauen und in direkten Kontakt treten. Hierdurch wird der Unterricht interaktiv und Wissenschaft direkt erfahrbar“, betonte Ira Bartels von der Deutschen Bank in Potsdam als Repräsentantin der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ anlässlich der Preisverleihung. „Für die Integration der Polarforschung der ehemaligen DDR ist die Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts zudem ein vorbildliches Beispiel für das Zusammenwachsen von Ost und West.“
Die Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts wurde hierfür zusätzlich mit dem Sonderpreis „Gelebte Einheit“ ausgezeichnet. Damit zählt sie zu den zwölf „Ausgewählten Orten“, die anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung als Botschafter für ein Miteinander von Ost und West gewürdigt werden.
„Wissenschaftliches Arbeiten medial direkt in den Unterricht einzubinden – das ist eine Projektidee, mit der ‘Coole Klassen Potsdam‘ völlig zu Recht zum ‘Ausgewählten Ort im Land der Ideen‘ geworden ist“, so Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. „Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht und zum Vorbild für möglichst viele Kooperationen von Schulen und Forschungseinrichtungen in unserem Land wird.“
Dokumentation der Expedition CASE 10 – Spitzbergen
Circum-Arctic Structural Events
Das Ziel von CASE 10 ist die Erforschung der fernen Vergangenheit Spitzbergens. Vor 1500 Millionen Jahren bestand die Inselgruppe aus mehreren Kontinentalsplittern, die irgendwo auf der Welt “verstreut” waren. Als vor 450 Millionen Jahren Ur-Europa (Skandinavien) mit Nordamerika kollidierte, wurden die Splitter in der Knautschzone beider Kontinente zusammengefügt. Die anschließende Drift Spitzbergens über den Globus und durch die Klimagürtel der Erde ist Teil eines Puzzles, das vor 40 Millionen Jahren wieder auseinanderbrach und zur Entstehung des heutigen Atlantiks und des Polarmeeres führte.
Schon vor dem Frühstück können wir die Aufbauten der Lance, dem norwegischen Forschungsschiff im Hafen von Longyearbyen erkennen.
Einen Tag Verspätung hat der starke Sturm auf der Fahrt von Norwegen hierher mit sich gebracht. Für uns kann es nun endlich losgehen, denn unserer Überfahrt auf die Nordseite Spitzbergens steht nun nichts mehr im Wege. ‘Wolk im Eis – Folge 2′ weiterlesen
Nach vielen Stunden auf dem Forschungsschiff Lance entlang der Westküste Spitzbergens kommen wir gegen Mitternacht in Sichtweite des Liefdefjordes.
In den letzten drei Stunden hat das Wetter aufgeklart, der Wind ist fast vollständig abgeflaut und die Mitternachtssonne ist in ihrer vollen Stärke zu spüren. Vor uns liegt das spiegelglatte Wasser des Fjordes und die hohen, steilen Berge spiegeln sich auf der Oberfläche. Wir stehen an Deck, genießen den Ausblick und nähern uns mit jeder Seemeile unserer Campstelle auf der Südseite des Fjordes. ‘Wolk im Eis – Folge 3′ weiterlesen
Die ersten Tage der CASE 10 Expedition im Camp am Liefdefjord beginnen und enden mit dem Geräusch des prasselnden Regens auf den Zelten.
Es ist grau, feucht, kalt und ungemütlich. Nur selten schaffen es ein paarwenige Sonnenstrahlen durch die dicke Wolkendecke. Aus dem Ofenrohr des Küchenzeltes steigt dunkler Qualm vom feuchten Feuerholz. Nur langsam trocknet das klein geschlagene Strandgut, obgleich es geschichtet neben dem warmen Ofen liegt.







