Die arktische Forschungsbasis AWIPEV auf Spitzbergen

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Die Koldewey-Station als Teil der französisch-deutschen Forschungsbasis auf Spitzbergen in der Arktis

Spitzbergen, Kongsfjord, Ny-Ålesund, Geographische Lage (Ortszentrum): 78° 55′ 24” N, 11° 55′ 15” O

Spitzbergen gehört zu einer der am nördlichsten in der Arktis gelegenen Inselgruppen, dem Svalbard-Archipel. Ny-Ålesund an der Westküste der Insel ist ein internationales Forschungszentrum. Hier treffen unterschiedlichste Disziplinen der Arktis-Forschung aufeinander.

Das Blaue Haus in Ny-Ålesund

Das Blaue Haus in Ny-Ålesund

Bereits Carl Koldewey, Leiter der ersten deutschen Nordpol-Expedition 1868, bereiste die Meere um Spitzbergen. Im August 1991 wurde die deutsche Forschungsstation “Koldewey” eingeweiht. Seit 1998 können Wissenschaftler die Forschungsstation auf Spitzbergen nutzen. Die Station ermöglicht Forschungsarbeiten unterschiedlichster Disziplinen wie Biologie, Chemie, Geologie und Atmosphärenphysik. Im so genannten Blauen Haus sind Arbeitsräume sowie Schlaf- und Wohnräume für bis zu acht Personen vorhanden

Rabot-Station und das Blaue Haus

Rabot-Station und das Blaue Haus

Im Jahr 2003 führten das Alfred-Wegener-Institut und das französische Polar-Institut Paul Emile Victor (IPEV) ihre Forschungsstationen in Ny-Ålesund zusammen. Die Französisch-Deutsche Arktis-Forschungsbasis AWIPEV verfügt über die Gebäude der Koldewey-Station, der Rabot-Station und das französische Lager Corbel östlich von Ny-Ålesund.

Lidar-"Strahl" und Polarlichter mit der Kuppel des Observatoriums

Lidar-"Strahl" und Polarlichter mit der Kuppel des Observatoriums

Eine der wichtigsten Aufgaben der wissenschaftlichen Arbeit an der Koldewey-Station ist die Beobachtung der nordpolaren Stratosphäre. Seit 1995 werden optische Messungen auf dem Dach des Atmosphären-Observatoriums durchgeführt. Ein Infrarot-Spektrometer misst Art und Menge von Spurengasen in der Troposphäre und Stratosphäre. Ein Photometer, das das Licht der Sonne und des Mondes nutzt, misst ganzjährig die optische Tiefe atmosphärischer Partikel. Mit dem Laser-”Radar” LIDAR kann die Konzentration von Ozon und Aerosolen in der Atmosphäre erfasst werden. Zusätzlich berechnen Sensoren an wissenschaftlichen Ballons Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck.

Meeresbiologisches Labor

Meeresbiologisches Labor

Im Sommer finden an der Station Untersuchungen der Meeresbiologie statt. Seit Juni 2005 wird das neue Kings Bay-Meeresforschungslabor genutzt. Es bietet in seinen Laboren vielfältige Möglichkeiten biologischer und chemischer Untersuchungen. Insbesondere Meeresbiologen und -ökologen, sowie Ozeanographen, Meeresgeologen und Eisphysiker arbeiten hier.

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