Neumayer III Spezial

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Bau der Neumayer III Station auf dem Schelfeis der Antarktis

Grafik der Neumayer-Station III

Grafik der Neumayer-Station III

Mit dem Bau der Neumayer-Station III werden die wissenschaftlichen und logistischen Voraussetzungen für einen langfristigen Forschungsbetrieb in der Antarktis erfüllt. Mit einer Station auf modernstem Stand der Technik sollen die Langzeitmessungen der wissenschaftlichen Observatorien fortgesetzt und neue Forschungsprojekte ermöglicht werden.

Querschnitt der Neumayer-Station III

Querschnitt der Neumayer-Station III

1992 wurde die heutige Neumayer-Station auf dem Ekström-Schelfeis fertig gestellt. Sie ist – wie die erste Georg-von-Neumayer-Station von 1981 – eine ganzjährig besetzte Forschungsstation und wird von neun Überwinterern betrieben. Die Bauweise der bisherigen Stationen folgte der damals, auch von anderen Nationen angewandten, so genannten Röhrenkonzeption. Die Stationsanlagen liegen innerhalb entsprechend dimensionierter Röhren aus Stahl, die durch Bewegungen des Schelfeises und kontinuierlichen Schneezutrag deformiert werden. Die jetzige Neumayer-Station ist nach 15 Jahren Betriebszeit bereits zwölf Meter tief im Eis versunken und muss in wenigen Jahren aufgegeben werden.

Längstschnitt der Neumayer-Station III

Längstschnitt der Neumayer-Station III

Das Konstruktionsprinzip der Neumayer-Station III, eine Kombination von Forschung, Betrieb und Wohnen auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche, verbunden mit einer darunter liegenden Garage, ist eine vom Alfred-Wegener-Institut patentierte Entwicklung.
Als erste Forschungsstation in der Antarktis ist die Neumayer-Station III ein kombiniertes Gebäude für Forschung, Betrieb und Wohnen auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche, verbunden mit einer in den Schnee gebauten Garage. Der zweigeschossige, beheizte Gebäudeteil befindet sich auf der 68 Meter langen und 24 Meter breiten Plattform innerhalb einer Schutzhülle.
Die Plattformhöhe beträgt 6 Meter über der Schneeoberfläche. Der Graben unterhalb der Station ist 8,20 Meter tief. Die Gesamthöhe der Konstruktion vom Boden der Garage bis zum Dach der Ballonhalle beläuft sich auf 29,20 Meter.

Quelle: www.awi.de

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