Tag-Archiv für 'Polarstern'

Geophysik auf der Polarstern

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Forschungsschiff Polarstern

Forschungsschiff Polarstern

Dr. Karsten Gohl arbeitet als Geophysiker auf dem Forschungsschiff ‘Polarstern’ des Alfred-Wegener-Institutes in Bremerhaven. Die in diesem Bericht begleitete Expedition ‘ANTXXIII-IX’ startet aus dem Hafen von Punta Arenas in Chile. Ziel sind die Kerguelen, das größte vulkanische Plateau der Erde, in der Antarktis. Vorort führen die Forscher Untersuchungen an der Struktur der Erdkruste durch.


Es ist geschafft! Die Neumayer-Station III ist eröffnet.

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Die letzten Tage vor der Eröffnung am 20. Februar waren noch einmal hektisch und unruhig. Insbesondere der Rücktransport der Baucontainer der Baucontainer und Fahrzeuge stand im Mittelpunkt des Geschehens. Das russische Frachtschiff Ivan Papanin musste sich schon einige Male wieder von der Schelfeiskante der Atka-Bucht entfernen, weil zu starker Eisgang oder zu hohe Wellen das Schiff gegen die Eiskante hätten drücken können. Doch nun prophezeit eine kurze Gutwetter Periode endlich das Ende und den Abschluss der Ladearbeiten und damit auch das Ende des Einsatzes der Baumannschaft der Neumayer-Station III.
Zugleich bedeutet das gute Wetter auch, dass die Gäste der Eröffnungsfeier der Station ungehindert anreisen und an den Feierlichkeiten teilhaben können. Dieses Ereignis hat hier vor Ort schon seit einigen Tagen für viele Turbulenzen gesorgt. Die Eröffnung soll gleichermassen der Station etwas ganz besonderes sein, und so wurde die Messlatte sehr hoch gesteckt. Während der offiziellen Eröffnung durch Frau Ministerin Schavan in Berlin, soll eine Live-Übertragung aus der Antarktis die entsprechenden Bilder aus dem ewigen Eis liefern.

Mehrere Testläufe waren nötig, um die Übertragung möglich zu machen und zeitgleich wurde noch ein zweites System für die Live-Übertragung ins deutsche Fernsehen installiert. Am Nachmittag des 19. Februars erreichten die nationalen und internationalen Gäste der Eröffnungsfeier nach einer langen Anreise über Kapstadt dann endlich die Neumayer-Station III.
Der Empfang war herzlich und die Gäste wurden nach der Ankunft erst einmal durch die Station geführt. Der Stationskoch Tamer Kazanc und sein Kollege Mike Fröhlich von Neumayer II hatten seit den frühen Morgenstunden sämtliche Pfannen und Töpfe geschwungen und ein beeindruckendes Buffet gezaubert.
Nachdem alle ihre Zimmer in der zweiten Etage der Station bezogen hatten wurde mit einigen begrüßenden Worten das Buffet eröffnet und der Abend zusammen gefeiert. Es folgten weitere Reden und die Präsentübergabe an alle Beteiligten des Baus durch die Direktorin des Alfred-Wegener-Institutes, Frau Dr. Prof. Karin Lochte.
Der Morgen des 20. Februars begann sehr früh. Bereits um 6:30 Uhr hatte das Morgenmagazin eine erste Liveschalte angefordert und dies bedeutete 5:30 Uhr unserer Zeit hier in der Antarktis.

Die offizielle Eröffnung durch Frau Ministerin Schavan und die damit verbundene Übertragung nach Berlin begann pünktlich um 11:30 Uhr UTC und verlief ohne Probleme. Alle Anwesenden in der Antarktis konnten den Live-Ton aus dem Festsaal und die dort anwesenden unsere Bilder und Töne von der Neumayer-Station III mit verfolgen. Bei den feierlichen Worten zur Eröffnung der Station brach ein großer Jubel auf beiden Seiten aus und somit war die Neumayer-Station III offiziell eröffnet.

Für die Gäste der Feierlichkeit in der Antarktis ging dann alles sehr schnell. Die Meteorologen prognostizierten schlechtes Wetter für den Transfer Flughafen Novo, von wo aus das Transportflugzeug nach Kapstadt startet. Somit ging der Abschied sehr schnell und schon am Nachmittag zog eine bislang ungewohnte Ruhe in die Gänge der Neumayer-Station III ein.
Das Wetter auf Novo zog leider ebenfalls zügiger auf, als gedacht, und so konnten die Reisenden vor ihrem Abschied von der Antarktis noch einmal die russische Gastfreundschaft erleben. Inzwischen sind aber alle wieder unbeschadet in Kapstadt gelandet und werden von diesem besonderen Erlebnis sicherlich einiges zu erzählen haben.

Hier auf der Neumayer-Station III ist inzwischen Ruhe eingekehrt, die letzten Labore werden eingerichtet und die Überwinterer bereiten sich und ihr Zuhause auf die kommenden 9 kalten und langen Monate vor.


Die Bauarbeiten an der Neumayer-Station III sind in den letzten Zügen

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Auch die letzte Woche hat wieder viele Veränderungen und einen großen Fortschritt in Richtung der Eröffnung der Neumayer-Station III gebracht.

Die groben Bauarbeiten sind nun endgültig abgeschlossen und ein Teil des Bauteams konnte die Antarktis gen Heimat verlassen. Nach 3 Monaten intensiver Arbeit, wurde am 11. Februar ein 30 Mann starker Trupp über die NOVO Airbase nach Kapstadt ausgeflogen. In der Zwischenzeit müssten die Männer schon wieder bei ihren Familien in Deutschland angekommen sein und werden erstmal eine verdiente Arbeitspause einlegen und ihre freien Tage genießen. Es sei ihnen nach der Arbeit unter den schwierigen Bedingungen der Antarktis mehr als vergönnt. ‘Die Bauarbeiten an der Neumayer-Station III sind in den letzten Zügen’ weiterlesen


Neumayer III mit eigener Energieversorgung

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Die stürmische Zeit an der Baustelle Neumayer III ist vorerst vorbei, und die letzten Tage waren freundlich und die Aussen- wie Innenarbeiten konnten zügig weitergehen.Es gibt viele erfreuliche Ereignisse zu vermerken. Die ersten Systeme konnten von der Bauaufsicht und dem Bauherren abgenommen werden.
Nachdem der zweite Testlauf der Hydraulikanlage erfolgreich verlaufen ist und die Station um einen weiteren Zentimeter angehoben wurde, konnte das Abnahmeprotokoll unterzeichnet werden. Ein großer Schritt für die Station und ihre Zukunft über dem Eis des Ekström Schelfeises.

Auch weitere wichtige Bauteile des Gesamtkomplexes konnten montiert und fertig gestellt werden. Die Windkraftanlage wurde mit der Gondel samt ihrer Rotorblätter bestückt, verkabelt und angeschlossen. Und inzwischen drehen sich die Rotoren und produzieren fleissig Energie.Diese wird direkt in das Stationsnetz eingespeist.

Vorraussetzung hierfür war die Inbetriebnahme der Dieselgeneratoren, die nach einigen vorbereitenden Arbeiten gestartet werden konnten. Die Ölstände wurden gemessen, die letzten Kabel in den Schaltschränken angeschlossen, alle Alarm- und Notsignale überprüft und die Software der Energiezentrale eingerichtet.
Beim Start des ersten Generators warteten alle Anwesenden in der Kraftzentrale der Station gespannt, ob die Einspeisung von Strom ins Stationsnetz funktioniert und das Licht im Raum nach ein paar Minuten Dunkelheit wieder anspringen würde. Es wurde Licht, und dieses Ereignis mit viel Applaus gefeiert.
Seit diesem Zeitpunkt kann sich die Neumayer-Station III selbst mit Strom versorgen, und der Baugenerator konnte zum ersten Mal seit Beginn der Baumaßnahme abgeschaltet werden.

Auch die verschiedenen Wissenschaftler haben die Stromversorgung ihrer Labore und Observatorien mit viel Freude aufgenommen und sich sofort an die Arbeit gemacht, alle Messinstrumente und Computer anzuschließen. Zwar ist noch keine der Forschungseinrichtungen im offiziellen Betrieb, doch es wird nicht mehr lange dauern, bis der Umzug von der alten Neumayer-Station abgeschlossen sein wird und die ersten Datenpakete per Internetleitung bzw. über Satellit die neue Station verlassen.

Hierfür wurde auch die Verbindung zur Aussenwelt, das Radom mit der großen Satellitenantenne umgezogen. Es befindet sich jetzt in ca. 100 Meter Entfernung auf der Nordwest Seite der Station. Alle Kommunikationstechniker arbeiten auf Hochtouren. Die Standleitung nach Bremerhaven wurde schon wieder in Betrieb genommen, soll aber noch erweitert werden. Ausserdem werden Netzwerke und Server eingerichtet, damit die Kommunikation hier vor Ort, zwischen den Aufenthaltsräumen, den Laboren, Observatorien und Messfeldern gut funktioniert.

Ohne Wasser wäre die Station selbstverständlich nicht zu betreiben, aber fließend Wasser gibt es nun mal nicht in der Antarktis. Dafür ein weiteres, altbewährtes aber wichtiges System, die Gewinnung von Wasser in der Schneeschmelze. Auch sie wurde fertig gestellt, mühsam gesäubert und mit der ersten Ladung Schnee befüllt. Wärme wird zugeführt und schon füllen die ersten hundert Liter Schmelzwasser die Rohre der Station. Langsam steigt der Pegel im kompletten Rohrsystem und in den nächsten Tagen ist damit zu rechnen, dass Wasser zur freien Verfügung bereitgestellt werden kann.

Dann kann die Küche ihnen Dienst aufnehmen, und die Toiletten und Waschräume sind bereit für den Einzug der ersten Gäste und Bewohner. Wir alle schauen optimistisch diesem Tag entgegen und freuen uns auf die Bevölkerung von Neumayer III.


Schnee, Schnee und nochmals Schnee

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Ein weiteres Sturmtief zieht über die Baustelle Neumayer III und verwandelt die gesamte Umgebung in ein einheitliches Weiß. Es ist kein Horizont mehr zu erkennen, die Kontraste des Eises, auf dem man sich bewegt sind verschwunden, und der feine Schnee kommt durch alle Ritzen der Thermoanzüge.

Seit drei Tagen pfeift die Drift nun schon um die Container und die Baustelle, und wir können von Glück reden, dass die Fassade komplett geschlossen und das Innere der Station somit geschützt ist. Außerhalb der Station ist in den letzten Tagen vor dem Sturm noch viel geschehen.

Die Kabelschächte zu den verschiedenen wissenschaftlichen Observatorien wurden in das Eis gegraben und die Kabel verlegt. Somit ist die Grundlage für den Betrieb des Spurenstoffobservatoriums, kurz Spuso, und des Magnetikobservatoriums in gut 1,8 Kilometer Entfernung geschaffen. Auch die I27DE-Station, der deutsche Beitrag zum Kernwaffenteststoppvertrag, wurde verkabelt, und alle Wissenschaftler brennen darauf, die Einrichtungen schnellstmöglich in Betrieb zu nehmen.

Während die Spuso auf einer Plattform über dem Eis steht, muss das magnetische Observatorium ins Eis gebaut werden, um gegen jegliche Vibrationen, zum Beispiel durch den Wind, geschützt zu sein. Nur so können die Geräte das Magnetfeld der Erde präzise messen und genaue Daten in die weltweit vernetzten Datenbanken einspeisen.

Mit einer großen Fräse wurde ein 7,5 Meter tiefer Graben in das Eis gefräst, in den im späteren Bauverlauf ein kleiner Raum aus Thermowänden gebaut wird. Selbstverständlich alles ohne Metall. Die Seiten des Grabens werden durch eine Eiswand geschlossen, und eine stabile, hölzerne Konstruktion bildet das Dach. Durch einen Schacht werden die Wissenschaftler später in das Observatorium gelangen. Direkt neben der Neumayer-Station III wurde auf dem Fundament der Windkraftanlage der Aufbau des Turmes für die Gondel samt der Rotoren begonnen. Zudem wurden auch von hier die Kabel in die Energiezentrale der Station gezogen.

Mit dem Beginn des Sturms wurden alle Bauaktivitäten ins Innere der Baustelle verlegt. Die Systeme der Anlage sind inzwischen komplett montiert und größtenteils bereit für die Inbetriebnahme durch die Spezialisten. Anfang Februar wird es soweit sein. Die Heizungsrohre wurden mit Druckluft auf Schwachstellen oder Lecks geprüft und werden dieser Tage mit Glykol, einem Frostschutzmittel bis zu 55°C minus, gefüllt. Dieses funktioniert gleichzeitig auch als Transportmedium, welches die einzelnen Bereiche der Station mit Wärme versorgt.

Grundsätzlich gibt es in der Station zwei Klimazonen. Die äußere Hülle, die das gesamte Bauwerk umschließt, soll auf eine Temperatur von ca. 5°C gebracht werden. Die zweite Klimazone beinhaltet den Containeraufbau mit einer gewünschten Temperatur von ca. 20°C.

In der Garage wurde zum ersten Mal die Hydraulikanlage getestet. Sie soll den jährlichen Schneezutrag ausgleichen und kann die gesamte Anlage, also ein Gewicht von 2300 Tonnen, anheben. Zu Beginn des Tests wurden alle 16 Hydraulikstützen, Bipoden genannt, auf ein Nulllevel gebracht. Diese Vorarbeit war nötig, um eventuelle Veränderungen der individuellen Lage der Bipoden auszugleichen und möglichst wenig Spannung im Stahlgerüst zu verursachen. Danach wurde jeder Bipod Millimeter für Millimeter hochgedrückt. Selbst diese minimalen Bewegungen waren in der gesamten Station spürbar.

Nach gut einer Stunde lag die Station 4,4 cm höher, und der erste Testdurchlauf der Hydraulikanlage war abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird noch ein zweiter Test folgen, um weitere Verbesserungen in der genauen Abstimmung des Systems zu erlangen. In der zweiten Etage der Station, der Wohnetage, geht es dieser Tage schon an die Restarbeiten in den einzelnen Kabinen. Es werden Verblendungen angeschraubt, die Einrichtungslisten noch einmal überprüft und die ersten Räume gesaugt und bezugsfertig gemacht.

Wir alle an der Baustelle freuen uns auf zwei Dinge: Auf besseres Wetter und die Inbetriebnahme der Neumayer-Station III Anfang Februar.


Richtfest an Neumayer-Station III und das erste wissenschaftliche Observatorium wird eingerichtet.

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Die Tage an der Baustelle Neumayer III vergehen wie im Fluge. Um sieben Uhr morgens ist Baubeginn, und der Gang zum Arbeitsplatz durch Schnee und Eis ist längst zur täglichen Routine geworden. Schon über zwei Monate arbeitet die Mannschaft ohne Pause und treibt den Bau voran.

Die Zeit und Anstrengungen haben ihre Spuren hinterlassen. Die Abende im Baucamp sind ruhig und kurz. Jeder versucht die Stunden Schlaf zu nutzen. Bis zum nächsten Morgen, wenn die Baustelle wieder zum Leben erwacht.

Inzwischen arbeiten die Männer an den letzten Fassadenteilen an der Südseite der Station, und auf dem Dach wird damit begonnen Laufstege, Geländer und diverse Antennen zu montieren.
Im Inneren verschwinden langsam die Bauspuren, und man bekommt immer mehr einen Eindruck, wie es in wenigen Wochen in der Station aussehen wird.

Setzt man sich in eines der durch Heizlüfter erwärmten Zimmer und schaut durch das Fenster in das weite Weiss, könnte man die Baustelle und das Gewusel um einen herum fast vergessen. Doch spätestens der rege Funkverkehr auf der Baustelle reißt einen zurück in die Realität. Dort werden neue Container mit verschiedensten Baustoffen benötigt, die Baufahrzeuge müssen nachgetankt werden und eine der Hebebühnen hat sich in dem weichen Schnee fest gefahren und muss mit dem Pistenbully heraus gezogen werden.

Etwa 150 Meter von der Station entfernt wurde bereits das Fundament für die Windkraftanlage in das Eis gesetzt. In einzelnen Schritten wird nun der Mast darauf errichtet, und die Spezialisten haben begonnen, die Schalttafeln in der Energiezentrale der Station einzurichten. Mit dem letzten Flug aus Kapstadt sind weitere Techniker und auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes eingeflogen worden. Sie beginnen dieser Tage, die ersten wissenschaftlichen Observatorien aufzubauen.

So auch das Spurenstoff Observatorium, kurz Spuso genannt, welches gut 2 Kilometer von der Station entfernt auf einer Plattform über dem Eis montiert wurde. Insgesamt arbeiten zur Zeit mehr als 80 Menschen an der Neumayer III Station, den Observatorien und der Windkraftanlage, und alle arbeiten Hand in Hand, um die Station zum Laufen zu bringen.

Trotz all der Anstrengungen und des engen Zeitplans durfte an der südlichsten Baustelle Deutschlands das traditionelle Richtfest nicht fehlen. Und am Abend des 11. Januars war es endlich soweit. Hoch über der Ballonhalle hing der Richtkranz der Neumayer-Station III, und ab 17:00 Uhr waren alle geladen, um die bisherige Arbeit zu würdigen und darauf anzustoßen.
Die Küche der Neumayer II Station hat die Planung und Versorgung der Festlichkeit übernommen, und der Richtmeister aus dem Team der Stahlbauer, Thomas Kröger, hat seinen Richtspruch an die eisige Umgebung angepasst.

Das Alfred-Wegener-Institut wurde durch die Bauaufsicht Jürgen Janneck vertreten, und der Abend entwickelte sich zu einem gelungenen Fest, das sicherlich auch der Mannschaft und der Stimmung gut getan hat. Pünktlich um sieben Uhr ging der Baubetrieb am Tag darauf weiter.

Jeder Tag lässt die Station weiter wachsen, und so sehen wir dem angekündigten Sturm am Wochenende gelassen entgegen. Denn bis dahin wird die Fassade geschlossen und die Station vor jedem Wetter geschützt sein.


Die Hülle der Station Neumayer III ist fast geschlossen und der russische Eisbrecher Ivan Papanin leistet weitere Versorgungsarbeit.

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Wer weiss, ob es einfach Zufall ist oder das neue Jahr damit zu tun hat. Die Stürme der vergangenen Wochen haben sich beruhigt und seit dem dritten Januar können die Außenarbeiten an der Station Neumayer III fortgeführt werden. Im Inneren des Baus musste die Baumannschaft noch einige Zeit darauf verwenden, die Spuren der Schneedrift weg zu räumen und die Gänge und Fußböden vom Eis und Schnee zu befreien.

Der erste Schritt der Aussenarbeiten war die Fertigstellung der Fassadenwestseite. Nun geht es mit den Arbeiten an der Nordseite der Station weiter. Wie ein riesiges Puzzle werden die einzelnen Teile an dem Stahlgerüst der Station befestigt, und nach und nach schliesst sich die Aussenhülle mit dem darauf befindlichen Schriftzug „Neumayer-Station”. Zeitgleich werden im Inneren weitere Kabel gezogen, die hochmoderne Klimazentrale der Station wird zusammengesetzt, Böden werden verlegt und die Inneneinrichtung montiert.

Es ist ein unbeschreibliches Gewusel auf der Baustelle Neumayer III. Auf allen Gängen und in allen Räumen wird gearbeitet und jeder packt an, wo es Not tut. Die letzten Wochen des schlechten Wetters haben Zeit und Anstrengungen gekostet, und jeder hier an der Baustelle hat den engen Zeitplan im Hinterkopf. Dank der zahlreichen Innenarbeiten, die vorzeitig erledigt werden konnten, ist dieser bislang nicht gefährdet. Zudem versprechen die Wetterprognosen beste Voraussetzungen für die nächsten Tage.

Auch das zweite Versorgungsschiff, der russische Eisbrecher Ivan Papanin hat nach tagelangem Rammbetrieb einen Weg durch das Meereis gefunden. Der Weg in die Atka- Bucht war durch dichtes Eis schon viele Seemeilen vor der Schelfeiskante versperrt.
Nach einigen Versuchen an diese zu gelangen, wurde entschieden, die Entladung über das Meereis durchzuführen.
Nahe der Position der Polarstern vor gut drei Wochen, konnte die Ladung der Papanin letztendlich gelöscht werden.

Mit Pistenbullys wurden die Container und Stahlteile über das Meereis zur Baustelle Neumayer III transportiert. Mit auf den Lastenschlitten waren auch verschiedene Forschungslabore. Eines davon das Spurenstoffobservatorium, welches im März, gut 5 Kilometer von der Neumayer III Station entfernt in Betrieb gehen wird.

Während die Fassadenbauer noch damit beschäftigt sind, die Hülle der Station zu schliessen, hat der Stahlbau seinen letzten großen Beitrag schon geleistet. Die Ballonfüllhalle wurde auf dem Eis vormontiert und mit dem Kran auf das Dach der Station gehoben.

Das gut vier Meter hohe Konstrukt wird im weiteren Bauverlauf noch mit einer Fassade geschlossen, und zwei große Rolltore ermöglichen das Ein-und Austreten auf das Stationsdach. Dieser Ort wird von den Meteorologen genutzt, um Wetterballons in den antarktischen Himmel steigen zu lassen und ihre Beobachtungen durchzuführen.

Nun warten wir alle gespannt auf das Ende der Fassadenarbeiten, die Dank dem guten Wetter zügig vorangehen. Und im Inneren der Station wird es in manchen Räumen allmählich schon wohnlich; den Heizlüftern sei Dank.


Die Versorgung der Neumayer III Baustelle und weiße Weihnachten durch ein Sturmtief über dem Baucamp

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Forschungsschiff Polarstern: Wir nähern uns der Atka Bucht. Wegen des dichten Eises hat die Schiffsführung entschieden, eine Meereisentladung durchzuführen. Der Weg an die Eiskante ist noch immer versperrt. Und diesen bis zu einer geeigneten Stelle frei zu rammen, an der die Eiskante niedrig genug für die Kräne der Polarstern ist, wäre zu aufwändig.

Langsam nähert sich der Bug des Deutschen Forschungs-Eisbrechers dem Rand des festen Meereises und schiebt sich immer weiter auf dieses hinauf. Es kracht, und das Eis bricht unter dem Gewicht des schweren Rumpfes, bis nach einer guten Schiffslänge kein Weiterkommen mehr ist.
Angekommen! Die Polarstern liegt sicher inmitten des Meereises, und am Horizont kann man die wenigen über dem Eis liegenden Aufbauten der Neumayer II Station erkennen. Die Neumayer III Baustelle liegt noch immer hinter einem riesigen Eisberg verborgen, fast als sollten wir uns aus der Ferne noch kein Bild des Baufortschrittes machen können.

Schon nach kurzer Zeit sind die ersten Pistenbullys am Horizont der zerklüfteten Eislandschaft zu erkennen. Man hat uns bereits erwartet, und auch an Bord brennen alle darauf, den ersten Schritt auf den antarktischen Kontinent zu setzen. Für viele ist es das erste Mal, und die Wetterbedingungen könnten nicht besser sein, die Weite und Einsamkeit dieses Ortes zu erfahren. Vereinzelte Pinguin-Gruppen passieren das Treiben rund um die Polarstern und wundern sich vielleicht über die Kameraden in Rot.

Während die einen im Umkreis der Polarstern ihre Erkundungsgänge bestreiten, hat an Bord und auf dem Eis die Entladung für die Neumayer II Station und die Neumayer III Baustelle begonnen. Die Kräne der Polarstern heben die Container über die Bordwand auf die bereitgestellten Lastenschlitten auf dem Eis. Von dort aus wird alles über das Meereis mit Pistenbullys zur Neumayer II Station und Neumayer III Baustelle gezogen. Eine mühevolle Aufgabe, denn der Winter hat seine Spuren hinterlassen, und aufgetürmte Schollensysteme erlauben der Karawane keinen direkten Weg zur Eisrampe, die vom Meereis auf das Schelfeis führt.

Auf der Baustelle Neumayer III hat sich nach der Fertigstellung des Stahlbaus weiter viel getan. Wir hatten vor unserer Ankunft hier natürlich immer wieder Fotos gesehen. Aber wenn man dann vor Ort steht und sieht, was in dieser Saison schon alles geschafft wurde und welche Dimensionen die Station angenommen hat, ist man sprachlos.

Die Fassade ist mit jedem Tag gewachsen. Auf beiden Längsseiten der Station heben die Krane ein Fassadenstück nach dem anderen an das Stahlgerippe, und die Monteure dirigieren die großen Platten der Außenhaut an Ort und Stelle.

Die Fassade der Neumayer III Station ist 12 cm dick. Innen und außen umschließt jeweils 1 mm Stahlblech den inneren Kern aus PU-Schaum. Die Sandwich-Bauweise ist leicht, stabil und isoliert den Innenraum auch gegen die extremen Temperaturen der Antarktis.

Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan. Trotzdem zählt jedes Teil der Hülle, denn ein Sturm zieht auf. Über die Feiertage bis zum Jahreswechsel sagen die Meteorologen starke Winde und Schneefall voraus. Das Ziel ist es, den bisherigen Bau so dicht wie möglich zu bekommen, so dass möglichst wenig Schnee in das Innere gelangen kann.
Am Tag des Wetterwechsels ist die Ostseite komplett geschlossen, an der Westseite fehlt noch gut ein Drittel der Fassade. Die Kopfenden der Station nach Norden und Süden stehen noch vollständig offen.

Doch der Sturm wartet nicht, und mit dem 24.12. jagen die ersten Sturmböen über die Baustelle und das Baucamp. Der Gang zum und vom Camp wird immer beschwerlicher. So auch am Heiligabend: Weiße Weihnachten, irgendwie passt das Wetter zu diesem Anlass, aber ganz so verschneit hätte es für die Baumannschaft sicherlich nicht sein müssen. Das Abendmahl des 24. fällt üppig aus. Traditionell gibt es Gans und Rotkohl, und eine CD mit Weihnachtsliedern in Dauerschleife versprüht wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung. Insgesamt bleibt es aber sehr ruhig. Viele sind mit ihren Gedanken an diesem Abend nicht in der Antarktis, sondern zu Hause bei ihren Familien.
Der Morgen des ersten Weihnachtstages beginnt statt um sieben Uhr erst um zehn Uhr morgens, und bei den ersten Schritten aus dem Baucamp wird deutlich, was sich über Nacht zusammengebraut hat.

Vom Baucamp aus ist die Station nicht mehr zu sehen. Schneetreiben und orkanartige Winde erlauben eine Sicht von gerade einmal fünf bis zehn Metern. Hintereinander her stemmen sich die Männer entlang der Sicherheitsleine gegen den beißenden Wind und die Eiskristalle. Auf der zweiten Hälfte der Strecke wird die Kontur der Station langsam wieder sichtbar. Der hohe Bau liegt oberhalb des Schneetreibens und ist daher noch relativ gut zu erkennen.
Im Bau angekommen wird es ruhiger. Die meisten Räume und Flure sind gut geschützt und vom Sturm unversehrt geblieben. Nur in der Galerie der Station, die außen direkt hinter der Fassade verläuft, wurde gerade auf der Westseite, an der die Fassade noch nicht ganz geschlossen ist, der feine Schnee durch jede Ritze gedrückt.
Trotzdem: Es hätte weitaus schlimmer kommen können, und die Bauarbeiten können im Inneren der Station weitergehen. Es werden Kabel gezogen, die Stationscontainer werden isoliert und die Hauptverteilertafeln der Energiezentrale der Station werden eingerichtet. So funktionieren nach und nach die Steckdosen der einzelnen Container, und hier und da kann schon die Deckenbeleuchtung angeschaltet werden.
Auch der zweite Weihnachtstag ist von Sturm geprägt. Und am Morgen des 27. Dezembers versperrt eine drei Meter hohe Schneewehe den Eingang des Baucamps, und durch die Fenster ist nichts als Schnee zu sehen. Mit Schaufeln, Bagger und Pistenbullys wird das Camp und der Weg zur Baustelle wieder freigelegt. Im Tagesverlauf nimmt auch der Wind und der Schneefall ab. Doch dies war nur das erste der drei Sturmtiefs, die für die nächsten Tage angekündigt sind. Die gute Nachricht: Die Arbeiten im Inneren der Station können fortgeführt werden und machen große Fortschritte.


Die Ereignisse überschlagen sich

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Die Polarstern ist da! Gestern, am Mittwoch den 17.12. konnten wir endlich die lang ersehnte Rauchsäule am Horizont ausmachen.  Immer wieder ertappte man sich und andere beim Blick auf das Meer, wo sich die Polarstern mit aller Kraft gegen das Packeis drückt. Die Funkgeräte stehen nicht still und trotz des trüben Morgens sind alle Mienen deutlich erhellt.

Jeder hat so seine eigenen Gründe heute gut gelaunt zu sein. Die einen bekommen neuen Proviant, die Nächsten warten auf Ersatzteile oder Post von zu Hause.  Die „Altüwis“ haben mit Freuden Ihre „Neuüwis“ in Empfang genommen und beginnen nun mit der Einarbeitung der Neuankömmlinge. Wieder andere sehen Ihren letzten Tagen hier entgegen, werden sie doch mit der Polarstern die Heimreise antreten. Und so wird auch dies der letzte Wochenbericht von uns, dem Team 1 von realnature.tv sein. In der nächsten Woche schreiben ihnen dann Michael und Martin von Team 2.

In Bezug auf die Baustelle gibt es gute Neuigkeiten. Es sind mittlerweile alle Container verbaut. Mit vereinten Kräften wurden die letzten Kraftwerkscontainer an ihre Position im nördlichen Teil der Station verbracht und ausgerichtet. Damit hat man nun endgültig einen guten Eindruck davon wie die Station am Ende aussehen wird. Im ersten Deck reihen sich die Container der Technik, Kommunikation, des Hospitals und die Aufenthaltsräume aneinander. Im zweiten Deck dann die Unterkünfte und Laboratorien.  Im Moment wirken die Unterkünfte der Bewohner zwar schon gemütlich, aber noch etwas steril. Aber dies wird sich wohl bald ändern, wenn jeder seinen individuellen Touch mit in die Station und seinen Container bringt. Auch der Ausblick aus den Containern ist atemberaubend. Und das einstrahlende Sonnenlicht könnte etwas ermöglichen wovon Generationen von Neumayer-Bewohnern geträumt haben dürften: Zimmerpflanzen. Obwohl diese in den Wintermonaten sicher noch etwas künstliches Sonnenlicht gebrauchen könnten.

Nachdem alle Container standen, konnten auch die Stahlarbeiter ihr Gewerk vollenden. Die letzten Stahlstreben sind eingezogen und verschraubt. Somit ist die tragende Stahlkonstruktion nun komplett und es wurde begonnen die Seitenteile der Außenfassade zu montieren. Die Ballonhalle wird am Boden vormontiert und soll innerhalb der nächsten Wochen auf die Station gehoben werden.
Nebenbei sei noch zu erwähnen, dass wir die Aufmerksamkeit der Nachbarschaft auf uns gezogen haben. Vor vier Tagen haben wir Besuch von ihrem Botschafter bekommen. Ein kleiner Adelie Pinguin hatte sich in Baucamp und Station verirrt. Niemand konnte sich einen Reim darauf machen, warum ausgerechnet dieser kleine Gesell sich den weiten Weg gemacht hat. Vermutlich hatte er sich einfach nur verirrt. Nach einigen Stunden im Baucamp, einem kleinen Sonnenbad und ausführlicher Begutachtung der Station machte er sich dann aber wieder auf den Weg. Glücklicherweise diesmal in die richtige Richtung, zurück zur Eiskante.

Wir möchten uns nun an dieser Stelle von Ihnen verabschieden. Wir müssen unsere Sachen packen, denn morgen kommt der Helikopter, der uns auf die Polarstern bringt. Es hat uns viel Spaß gemacht und wir wünschen dem kompletten Bauteam weiterhin noch viel Erfolg, gutes Gelingen und natürlich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wobei man das mit dem Rutschen hier unten nicht zu wörtlich nehmen sollte.


20 Meter über dem Eis der Antarktis

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Ein unglaublicher Anblick. Man steht in ca. 20 Metern Höhe auf dem Dach der neuen Antarktisstation und lässt den Blick schweifen. Man kann hier bei gutem Wetter ebenerdig schon 75 Kilometer in jede Richtung gucken, ohne dass einem irgendetwas die Sicht versperrt. Diese Sicht ist hier oben ist mit nichts anderem als „grandios” zu beschreiben.

Gut, das „Dach” ist zurzeit zwar noch nur ein ziemlich breiter Stahlträger, aber die Höhe und Aussicht ist schon beeindruckend. Mit ein wenig Neid, aber auch viel Hochachtung muss ich an die ersten Überwinterer denken die diese Station bewohnen dürfen.

Auch der Ausblick aus dem Panoramafenster auf der Südseite der Station lässt auf viele grandiose Fotos hoffen, die wir in den nächsten Monaten von den Überwinterern erhalten werden. Noch ist dieser Bereich aufgrund der fehlenden Isolierung noch ein wenig zugig, in Gedanken habe ich doch schon meine erste Tasse Kaffee dort getrunken. Mit Blick auf einen anständigen antarktischen Sturm und viel Schneedrift.
Für die wohlige Wärme dort oben dürften die Wärmeheizkraftwerke sorgen. Diese wurden in den letzten Tagen in den Stahlkäfig eingesetzt. Somit fehlen in der Station nicht mehr viele Container. Das „erste” Stockwerk ist komplett aufgestellt und ausgerichtet. Und auch in der oberen Ebene reihen sich schon die ersten Container aneinander.

Bei durchgehend gutem Bauwetter wurde in der letzten Woche viel geschafft. Der Stahlkäfig wächst beständig. Die massigen Binder, welche oben über der Station die Stützen eben verbinden verschwinden so langsam aus dem Umfeld der Station und schweben über die Station, wo sie mit dem Rest des Stahlbaus verschmelzen. Es folgend die unzähligen kleinen Verstrebungen -die Fetten-, Winkel, Schürzen, etc. Mit einiger Bewunderung sehen wir denen zu, die offensichtlich den Überblick behalten, was wo hin gehört. Wir als außen stehende gucken nur dumm, wenn es darum geht die komplizierten Baupläne zu lesen.

Insgesamt wird die Baustelle etwas ruhiger. Nicht weil etwa weniger getan wird, sondern weil die Dimensionen einfach deutlich zugenommen haben. Konnte man am Anfang noch alles Überblicken und hat jeden Arbeiter sofort gesehen, so verteilt sich nun alles auf Garage, das Untergeschoss, die Stockwerke 1 und 2 und natürlich das Dach. Die Suche nach einem Werkzeug kann so mittlerweile schon zu einer Odyssee durch diverse Container und Stockwerke ausarten.

Die Fassadenbauer haben die Unterseite des Stahlkäfigs fast fertig. Eine zurzeit noch sehr mühevolle Arbeit, denn wie gesagt: es ist die Unterseite. Über Kopf und in gebeugter Haltung haben sie wohl im Moment den undankbarsten Job auf dieser Baustelle. Obwohl sie dazu noch ständig kaltem Wind und brennender Sonne ausgesetzt sind, wird die Arbeit ohne Murren erledigt.

Das Baucamp selber ärgert uns im Moment ein wenig. Nach den Wasserfällen von Schmelzwasser in der letzen Woche hat sich der Wärmetauscher diese Woche überlegt den Geist aufzugeben. Dieser dient dazu die Abwärme der Generatoren zu nutzen, um in der Schneeschmelze das nötige Frischwasser für das Baucamp zu produzieren. Dieser Vorgang dauerte aber immer länger.

So musste der Wärmetauscher völlig entrußt werden, damit auch weiter genug Wasser für Küche, Duschen und Toiletten verfügbar ist. Dies dauerte aber mehrere Stunden und musste gut geplant werden um nicht der Küche die Arbeit zu erschweren, oder einem der Arbeiter die wohl verdiente Dusche zu verwehren.
Es wurden von vier Tapferen auch drastische Maßnahmen zur Gewichtserhaltung eingeführt. Frischere Luft als hier gibt es nicht. Und da diese ja bekanntlich den Hunger treibt wird man schnell dazu verführt das gute, nahrhafte Essen der Küche in mehr als gesunden Portionen zu konsumieren.
Infolgedessen gibt es nun einen…nennen wir Ihn mal „Gewichtsbeobachter-Tisch” um nicht eventuelle Markenzeichen zu verletzten. Jeden Montag wird gewogen. Wer zugenommen hat bekommt einen roten Smiley, wer abgenommen hat einen grünen Smiley und wer das Gewicht gehalten hat einen gelben Smiley auf seinen über dem Tisch hängenden Zettel geklebt.

In Kapstadt hat währenddessen die Polarstern abgelegt und ist auf dem Weg zu Neumayer. Sehnlichst wird der Nachschub an Ersatzteilen, Nahrung und anderem erwartet.

Auch unsere Ablösung ist mit unterwegs. Und so endet langsam unsere Zeit hier. Aber nächste Woche werden wir Ihnen noch einmal schreiben. Bis dahin!
Grüße aus der Antarktis!